Der Text wird geölt und gestrafft

Kurzes Fazit nach zwei Wochen Arbeit.  Ich habe letzte Woche nicht gepostet, weil mir einfach die Zeit weglief. Ich fühlte mich nicht gut, war abgeschlagen und müde, die Nase tropfte und die Stimme hat sich nun zu einem blechernen Krächzen entwickelt. Sehr charmant.

Die nächsten beiden Kapitel, also das 6. und 7. sind fertig, und vier Artikel habe ich bei www.suite101.de. gepostet.

Montag werde ich mit dem 8. Kapitel anfangen. Mir geht es nicht darum, ein festgelegtes Pensum zu schaffen. Vielmehr nehme ich mir ein Kapitel für die Woche vor, damit ich mich selbst motiviere. Jetzt, wo es heller wird, fällt es mir schwerer, mich abends an den Computer zu setzen. Aber ohne Ausdauer und  Willen, dieses Buch zu schreiben, wird nichts geschehen. Vivians, Monas und Carlos Geschichte lebt in mir, und nur ich kann sie jetzt erzählen.

Heute Morgen habe ich noch einmal die Szenenfolge durchgearbeitet, sie an einigen Stellen justiert. Teilweise fehlte gutes Konfliktpotential, welches die Handlung vorantreibt. Ich hoffe, dass so der Plot nun  besser fährt, so wie ich mein Christianiafahrrad ab und zu ölen oder Schrauben nachziehen muss, damit ich mit dem Wind um die Wette radeln kann.

Wegen der Erkaltung habe ich mehr Zeit zum Lesen gehabt. „Im Schatten des Mörders“ von Erika Spindler hat mich nachdenklich gemacht. Spindler beherrscht meisterlich das Überraschungsmoment. Immer wieder zeigen sich neue Verdächtige, Gefahren tauchen auf und als Leser will ich wissen, wer nun der Schurke ist. Ich hetze durch den Text, um die Auflösung zu bekommen und die Spannung hält sich bis zur letzten Seite. Der Plot war also gut.

Spindlers Sprache, da bin ich mir noch im Zweifel, wie ich sie beurteilen sollen. Sie hat einen sehr einfachen Stil, nüchtern, kurze, ja oft unvollständige Sätze, wenn Personen denken. Das Buch liest sich leicht und mühelos, wie es sich für Lesefutter gehört. Allerdings frage ich mich, ob die Sprache nicht vielleicht zu einfach ist. Wie gesagt, ich schwanke noch zwischen Bewunderung und Zweifel.

Den Rest der Woche werde ich mit Redigieren verbringen, Bücher lesen und viel Zeit für die Familie haben. Erst Montag geht es dann mit einem neuem Kapitel weiter.

 

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