Wenn ein Buch mich zum Weinen bringt

Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen. Also ging ich ins Wohnzimmer, zog die Füße aufs Sofa und angelte mir ein spannendes Buch. Die Erzählung von Kristin Hannah „Was wir aus Liebe tun“ hatte mich schon die letzten Tage in den Bann gezogen. Ich freute mich auf einige Leseminuten ohne Störung; ein Luxus, wenn man Kinder hat.

Ich las länger, als ich geplant hatte. Stunde um Stunde zerrann, mit jeder Seite wurde eine neue Minute der Nacht zerlesen und zum Schluß saß ich weinend im Sessel. Die Autorin hatte mir erlaubt, mich mit den Figuren zu identifizieren. Das letzte Mal, daß ich wegen eines Buches geweint habe, ist schon einige Jahre her.

Wie hat Kristin Hannah das geschafft? Ihre Sprache ist schnörkellos, fast sachlich. Aber sie nimmt die großen Themen – Freundschaft, Liebe, Kinderlosigkeit, Vertrauensbruch – auf, kurz das, was wir Leser tagtäglich in unserem Alltag erleben.  Doch sie erklärt nicht die Gefühle der Leser, sondern zeigt sie, mit viel Empathie. Ich wünschte mir, ich könnte Menschen so in meine Geschichten hineinziehen.

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