Was wäre wenn…

Ich reise viel, nicht so sehr im wörtlichen, sondern auch im übertragenden Sinn. Dabei erforsche ich unbekanntes Land und vor allem Menschen.

Reisen öffnet neue Horizonte. Schnell verurteilen wir andere, machen uns feste Bilder. Als Autor muss man aber in die Haut der anderen schlüpfen – die Verwandten, Familie, Freunde, Nachbarn, den Mann auf der gegenüberliegenden Bank im S-Zug – und sich fragen: Wer ist diese Person? Warum ist sie glücklich? Warum sieht er müde aus? Warum hat sie ihre Heimat verlassen? Wie geht es ihr in der Fremde? Warum verhält er sich in dieser Situation so und nicht anders?

Überlegen Sie einmal, wie Sie sich als bekannte Person in jener bestimmten Situation verhalten hätten. Und spinnen Sie dann die Geschichte weiter, indem sie die drei W’s benutzen: was wäre wenn…

Und wenn die Personen ihre Geschichte zu Ende erzählt haben und Sie sie auf das Papier bringen wollen, dann bemühen Sie sich um Neutralität. Denn der Leser will selbst denken.

 

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