Heute gibt es wieder einen Tipp aus meinem Lektorat. Bei Manuskripten schaue ich mir immer die Perspektive an. Dabei stolpere ich relativ oft über Brüche in der personalen und der Ich-Perspektive, in der die meisten Romane geschrieben sind.

Was passiert, wenn der personale oder Ich-Erzähler sich in einer Gruppe befindet? Hier ein Beispiel, um zu zeigen, was ich meine:

Die Katze folgte den beiden.

Die Frauen verabredeten sich für das nächste Wochenende.

Hast du den Fehler gefunden? Er ist sehr versteckt. Ein Ich-Erzähler oder ein personaler Erzähler wird sich nicht selbst beobachten. Die Faustregel ist:

Der personale und der Ich-Erzähler erzählen ihre Geschichte von innen heraus, und sie nehmen niemals die Perspektive eines Aussenstehenden ein.

Nur ein Aussenstehender wird den Blick auf die Gruppe werfen. Aber als personaler Erzähler oder Ich-Erzähler hat der Erzähler den berühmten Tunnelblick. Er ist Teil der Gruppe.

Bei der Ich Perspektive hiesse der Satz also korrekt: Die Katze folgte uns.

Bei der personalen Perspektive wäre es dann: Die Katze folgte ihnen.

Wir verabredeten uns für das nächste Wochenende. Welche Perspektive ist das? Genau,  das ist die Ich-Perspektive.

Sie verabredeten sich für das nächste Wochenende. Und dies ist ein Beispiel für die  personale Perspektive.

 

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