Ich wurde nominiert zum …

...  Liebster Award Heike von der Kölner Leselust hat mich für diesen Award nominiert. Erst einmal vielen Dank Dir! Und was ist nun der „Liebste Award“? Heike schreibt, dass er ins Leben gerufen wurde, „um neue und bislang noch kleinere Blogs bekannter zu machen: 11 Fragen sollen beantwortet, 11 Fragen neu gestellt und 11 weitere Blogger nominiert werden.“ Hier kommen meine Antworten auf die Fragen, die Heike mir (und 10 weiteren Bloggern) gestellt hat:24.10.2010%20018[1]

Was war der Auslöser fürs Bloggen?

Zuerst habe ich auf meiner Arbeit gebloggt und bekam dadurch immer mehr Lust, es auch privat zu tun. Sozusagen das Fenster zu meiner Welt zu öffnen und Menschen in mein Leben einladen. Ich halte gerne Erlebnisse fest, bringe sie aufs Papier oder haue in die Tasten, um sie festzuhalten, zu konservieren.

Wie weit bestimmt das Bloggen Deine Wahrnehmung im Alltag?

Viel. Ich bin sowieso ein visueller Mensch, weil ich hörbehindert bin. Ich setze z.B. meine Brille auf, damit ich höre – wirklich, das ist kein Scherz. Ich höre mit den Augen, weil ich Körpersprache, Emotionen und Sprechtext vom Mund ablese. Als Schriftstellerin bin ich ständig auf Ideensuche. Für die Sachtexte, die ich tagtäglich auf der Arbeit verfasse, und eben auch für meine anderen Schreibprojekte. Da sind immer Papier und Stift, manchmal auch einfach eine Notiz auf dem I Pad dabei.

Gibt es Blogs, in denen Du gern mal Gast wärst?

Ja, ich liebe Lese- und Reiseblogs. Bambooblog finde ich klasse, und Marcus Johanus, wenn er über das Schreiben schreibt …

Hast Du Rituale beim Schreiben?

Eigentlich nicht. Momentan ist mein Alltag angereichert, dass ich einfach nur versuche, jede freie Minute zu schreiben. Meisten finde ich erst abends Zeit; aber jeden Tag zu schreiben, und jeden Tag mindestens 600 Wörter pro Tag zu schreiben, das ist wohl mein Schreibritual. Nach oben gibt es natürlich keine Grenze. Es ist halt ein wenig wie beim Klavierspielen: Ich mache meine Übungen, auch wenn ich gerade mal nicht so gut aufgelegt bin. Ich schreibe. Fertig. Punkt. Weil ich ohne schreiben nicht leben kann. Schreiben ist für mich wie die Luft zum Atmen.

Machst Du einen Plan fürs Bloggen oder muss es einfach sprudeln?

Auf der Arbeit, da habe ich einen Jahresplan, weil wir u.a. jahreszeitliche Themen und Traditionen für den Unterricht abdecken. Mein privater Blog, ja, wenn ich ehrlich bin, wechselt das je nachdem wie viel ich schaffe. Ich hatte früher montags immer einen Schreibtipp gepostet, aber das mache momentan nicht. Zurzeit gibt es nur einen festen Fixpunkt – das ist die Blogparade 12 Bücher in 12 Monaten, die immer am 12. des Monats stattfindet. Allerdings träume ich davon, dass ich jeden Tag ein Wort oder Ratschlag zum Schreiben posten könnte oder ein Zitat aus einem Buch, das ich gerade lese. Ich würde auch gerne einen Blog über das Glück der kleinen Dinge machen, weil es mir selber sehr geholfen hat in schwierigen Lebenssituationen den Kopf oben zu halten.

Wie sorgst Du für Verbreitung Deiner Inhalte?

Ich benutze die sozialen Netzwerke wie Facebook, meine private Seite und meine Autorenseite, Twitter, Printerest, Google und manchmal auch LinkedIn, wenn der Inhalt passt. Ich versuche mich mit anderen Bloggern zu vernetzen, zu kommentieren und auf ihre Artikel aufmerksam zu machen. Ein wenig nach dem Prinzip „Sharing is caring“. Man sollte sich in der Bloggerszene bewegen und dort aktiv sein. Bloggen ist eine soziale Angelegenheit. Allerdings gibt es immer mal wieder Zeiten, wo ich dort nicht so aktiv bin.

Worüber willst Du auf jeden Fall noch mal schreiben?

Schreiben? Worüber? Über das Schreiben. Nein, im Ernst, ich würde gerne noch eine Rubrik haben, die sich mit der Freude und dem Glück des Lebens beschäftigt. Es ist wichtig, die Augen offen zu halten für all die guten Dinge, die es in unserem Leben gibt und sich ab und zu einfach mal ganz egoistisch zu gönnen, gute Nachrichten zu verbreiten. Wir werden tagtäglich mit so vielen negativen Botschaften bombardiert, dass ich mir dort ein Gegengewicht wünschen würde, welches den Lesern ein Rückgrat gibt für Krisensituationen in ihrem Leben. Denn die kommen ganz sicher. Daran führt kein Weg vorbei. Wichtig ist in solchen Situationen ja nur, wie ich dann damit umgehe, wie ich mich verhalte. Diese Haltung, diese Dankbarkeit kann man kultivieren. Aber ich bin da noch am überlegen, ob das nicht eher ein Thema wäre für einen zweiten Blog, und wenn ich darüber nachdenke, dann glaube ich nicht, das es was wird. Was denkst du?

Beeinflusst das Internet Deine Lektüre?

Ja, nicht nur, aber auch. Ich sehe ja ständig neue Buchtitel, Romane, die bald erscheinen, Titel, die mir angeboten werden. Aber ich lese bewusst immer wieder Indieautoren, einfach weil der Buchmarkt sich verändert. Heute gibt es drei Sorten von Autoren:

1. Diejenigen, die von Verlagen betreut werden.

2. Dann gibt es Indieautoren, die sich selbst vermarkten

3. und andere, die einen Fuß in beiden Welten haben. Die Autorin Petra Schier ist hier ein bekannter Name.

Ich blogge viel über Bücher, und lese ständig. Allerdings lese ich, was ich möchte, mainstreamfrei, und natürlich die Rezensionsbücher, die ich zugeschickt bekomme. Das sind inzwischen so viele, dass ich kaum noch mitkomme. Deshalb finden sich fast alle Arten von Büchern auf meinem Blog – das was man gerne als gehobene Literatur ansieht, aber auch einfach Wohlfühlbücher, Mainstream usw. Mir ist wichtig, dass Menschen in fiktionale Welten eintauchen, damit sie ihren Alltag besser bewältigen können. Persönlich habe ich dabei erlebt, dass ich sehr gute Bücher von Indieautoren gelesen habe, und manchmal aber auch grottenschlechte Sachen. Das ist mir aber auch bei Verlagsbüchern passiert. Ich lese die meisten Bücher fertig – das ist wohl mein persönlicher Tick, und selbst wenn ich dann kostbare Lebens- und Lesezeit mit einem schlechten Buch verschwende, so lerne ich auch aus der schlechten Schreibe. Jeder fängt ja mal an.

Was machst Du lieber als zu bloggen?

An meinen Buchprojekten schreiben – nein, lassen wir mal das Schreiben und das Lesen. Ich liebe es, Zeit mit meiner Familie zu haben, mit meinem Sohn am Meer spazieren zu gehen. Dort ist er immer ganz gelöst und glücklich, egal, wie das Wetter ist. Ich mag reisen (und tue es leider viel zu wenig, reise dafür aber ständig in der virtuellen Welt!), trinke gerne Tee und warmen Kakao, backe Brot, verbringe ein Wochenende in meiner Holzhütte am Kattegat. Ich liebe es, der Stille zu lauschen und dann wirklich ganz bewusst zu hören – das Wasser gluckert, die Vögel tschilpen, der Boden knarrt. Ich esse gerne und schaue mir mit Vergnügen einen guten, lustigen oder spannenden Film an. Schokolade ist hoch in Kurs. Ich verbringe gerne Zeit mit Freunden und liebe es, einfach mal richtig zu lachen, bis mir der Bauch weh tut … und ein bisschen verrückt sein…

Mit wem würdest Du gern über die Inhalte Deines Blogs diskutieren?

Mit meinen Lesern, denn für sie schreibe ich. Ich wäre schon glücklich, wenn einige von ihnen die Kommentarfunktion finden würden. Ein Blog sollte ja dialogisch sein. Natürlich gibt es viele spannende, tüchtige und bekannte Menschen, die ich gerne treffen würde. Aber eigentlich hat jeder Mensch eine Geschichte zu erzählen und eine unverwechselbare Stimme. Und die möchte ich gerne hören. Also, wink, wink an alle, die hier gerade mitlesen: Du bist gemeint!

Hast Du die Fragen gern beantwortet?

Ja, und ich danke dir für die Nominierung.

Und hier kommen meine 11 Fragen.

1. Wie bist Du mit dem Bloggen angefangen?

2. Worüber bloggst Du?

3. Was war Deine größte Herausforderung beim Bloggen?

4. Was war Dein schönstes Erlebnis beim Bloggen?

5. Was tust Du, um gelesen zu werden?

6. Wie oft bloggst Du?

7. Was war Dein lustigster Verschreiber?

8. Wie findest Du Ideen?

9. Wen würdest Du gerne als Gastautor auf deinem Blog einladen?

10. Wenn Du die Botschaft deines Blogs auf einen Satz eindampfen könntest, was würdest Du sagen?

11. Was würdest Du gerne noch ausprobieren mit deinem Blog?

Und ich nominiere hiermit:

1. Petra Schier

2. Stefan Waldscheidt

3. Ulrike Hecker von Bambooblog

4. Gabriele Schmid vom PSC Books

5. Klaudia

6. Die Glückssucherin.

7. Emma vom Buchstabenmeer!

8. Und gerne dabei hätte ich auch http://strullersuppe.wordpress.com

9. Katrine, die Genusstrainerin.

10. Martina

11. Ricarda Öhlenschläger

Die Teilnahme ist natürlich freiwillig, aber ich würde mich freuen von Euch zu lesen!

17 Comments on “Ich wurde nominiert zum …

      • Ich danke Dir und wuensche Dir einen schoenes langes Wochenende. Leider muss ich arbeiten. Vielleicht finde ich trotzdem ein wenig Zeit fuer ein paar Worte, inspiriert von Dir😊. Liebe Grüße Marci

        Gefällt 1 Person

  1. Liebe Eva,
    vielen Dank für die Nominierung. Die Awards sind eine feine Sache und so bekam ich einen schönen Einblick in dein „ICH“.
    Deine Holzhütte hört sich traumhaft an – so einen Rückzugsort fürs Wochenende hätte ich gerne, mitten in der Natur, wo man mit sich selbst beschäftigt ist.
    Ein schönes Wochenende!
    LG, Emma

    PS. In deinem Beitrag fehlt bei mir die Verlinkung. Dennoch haben scheinbar ein paar deiner Leser zu mir geschafft, denn heute gab es ein paar neue Follower. *freu*

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  2. Liebe Frau Nielsen,
    danke für die Nominierung von schriftzeit.de. So neu und klein ist schriftzeit zwar nicht mehr, aber dennoch fühle ich mich geehrt. Derzeit schaffe ich es leider zeitlich nicht, die Fragen zu beantworten. Ich melde mich, sobald ich wieder ein wenig mehr Luft habe.
    Schönen Gruß und viel Erfolg mit dem Blog.
    Stephan Waldscheidt

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  3. Pingback: Intimes über strullersuppe :-P | strullersuppe

  4. Pingback: ☆ One Lovely Blog Nr. 2 & LIEBSTER Blog-Award ☆ Nr. 5 | ✿ Buchstabenmeer ✿

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