Claudia Winter übertrifft sich selbst in „Aprikosenküsse“

Aprikosenküsse von Claudia Winter

Aprikosenküsse von Claudia Winter

Ich kann es gleich sagen, ehe mein Gemüsehändler es hier ausplaudert. Sobald ich Aprikosen sehe, gehe ich in seinem Laden Amok. Ich vergesse vollkommen, dass ich eigentlich nicht so viel Obst kaufen wollte und vor allem nicht die sündhaft teuren Aprikosen. Und das obwohl es Monatsende ist und ich doch bitte nicht so viel kaufen sollte.

Nun ja, ich liebe Aprikosen. Gerade wegen dieser Leidenschaft gefiel mir natürlich nicht nur der Titel, sondern vor allem auch für das Titelbild. Ehe ich mich versah, hockte ich unter den Buchen im Garten und träumte mich weg in toskanische Aprikosenhaine.

Claudia Winter – ein Geheimtipp und Synonym für Situationskomik pur
Ich schätze die Autorin Claudia Winter für ihre Situationskomik und witzig-spritzigen Dialogen. Auch diesmal fehlte es nicht an Situationskomik. Denn Hanna, die Restauranttesterin, hat eine Leidenschaft. Sie kommentiert gerne das Essen anderer gnadenlos, und sie ist Kleptomanin, vor allem, wenn sie gestresst ist. Und das ist sie, als sie zum Flughafen beordert wird, wo ihr Chef ein Hühnchen mit ihr zu rupfen hat. Diesmal muss Hanna die Federn lassen und das ist sie nicht gewöhnt.

Denn Hannas vernichtender Artikel über ein Restaurant in der Toskana hat zu Herzversagen und Ableben der Restaurantbesitzerin geführt. Nun ist der Verlag verklagt, und Hanna bald ihre Stelle los, wenn sie nicht irgendwie den angerichteten Schaden wieder beheben kann. Doch wie macht man Tote wieder lebendig?

Angesichts dieser Herausforderung wird Hanna nervös und klammert sich beim Verlassen des Flughafens an eine bunt gestreifte Vase. Doch sie ahnt nicht, dass sie die sterblichen Überreste der verstorbenen Köchin gerade nach Hause trägt.
So gibt es nur eins. Hanna muss in die Toskana, um die Frau des Hauses zurückzubringen und aufzuräumen. Dort trifft sie nicht nur den wortkargen Fabrizio und seinen joggenden Bruder, sondern auch viele andere originelle Figuren – wie Ernesto, Carlo, Lorenzo, Lucia, Rosa Maria und natürlich auch Sofia.
Doch dass Hanna nach wenigen Tagen gleich die Braut bei einer Dorfhochzeit mimen soll, daran hat eigentlich keiner im Traum gedacht. Doch die Liebe findet immer ihren Weg, gerade auch in Italien.

Oder – so fragt sich der Leser – hat eventuell doch die italienische Nonna einen Urnenfinger mit im Spiel, um ihren letzten Willen eigenhändig durchzusetzen?

Die Autorin Claudia Winter

Die Autorin Claudia Winter

Aprikosenküsse – Ein typischer Claudia Winter Roman, wo sie sich selbst übertrifft!
Claudia Winter wird mit jedem Buch besser. Ich mag nicht nur die vielen Krisen, Pannen und Pleiten, durch die sich die Personen kämpfen, sondern auch die trockene Selbstironie, die stichelnden „Über-Ichs“ in der Person von Claire und Nonna und einfach die witzige und leichte Sprache der Autorin. Und wer lässt sich nicht gerne ins sonnige Italien entführen?
Aprikosenküsse ist ein Roman zum Wegträumen, Lachen und Schmökern. Ganz sicher will man nur eins: Sofort eine Reise nach Italien buchen und Aprikosen naschen.

Claudia Winter: Aprikosenküsse. Kindle Edition.  796 KB.  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 346 Seiten. Sprache: Deutsch
 

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