Das Einzige, was jetzt noch zählt …

ist, dass Sie diese Rezension des Romans von Agnès Ledig lesen.

Im Ernst. Dieses Buch wird Sie umhauen. So war es bei mir, als das Paket des DTV Verlags eintraf. Sowohl Titel, Klappentext und Cover hatten mich sofort im Griff, und das obwohl Agnès Ledig mir nicht bekannt war. Bisher ist ein anderer Roman von ihr auf Deutsch übersetzt worden ist. Doch bei der Vielzahl an unvergesslichen Büchern, die veröffentlicht werden, habe ich manchmal meine Not, alle gelesen zu bekommen. Agnès Ledig war mir deshalb nicht aufgefallen.

Das Einzige, was jetzt noch zählt,

ist, dass Ihnen nicht das Gleiche passiert und Sie sich diese Autorin entgehen lassen. Dies gilt besonders, wenn Sie ein Fan von Jojo Meyes sind oder Jodi Picoult lieben und wenn Sie trotz Unterhaltung auch gerne etwas Nahrhaftes für Ihr Gehirn wollen.

Wenn nicht, dann verlassen Sie jetzt bitte diesen Beitrag.  Machen Sie etwas anderes.

Worum geht es in dem Roman von Agnès Ledig?

Juliette trifft Romeo auf der Intensivstation. Sie ist die Krankenpflegerin, die sich extra Zeit für ihre Patienten nimmt. Das braucht Romeo, der bei einem Feuerwehreinsatz aus dem achten Stock von der Leiter katapultiert worden ist. Ob er jemals wieder sein altes Leben aufnehmen kann und sich in seinem Körper zu Hause fühlen wird, bleibt offen. Juliette vermittelt ihm das Gefühl, dass es immer einen Grund zum Leben gibt. Romeo überlebt.

Danach verlieren die Beiden sich aus dem Augen. Juliettes Lebensgefährte Laurent will nicht, dass Juliette den Kontakt aufrecht erhält. Erst fünf Jahre später sehen Romeo und Juliette sich wieder, und da hat sich das Blatt gewandt: Juliette ist diejenige, die Romeos Hilfe braucht.

Mehr nicht zum Inhalt, damit ich Ihnen die Lesefreue nicht raube.

Das Einzige, was jetzt noch zählt ist, dass Sie dieses Buch lesen.

Warum? Weil die Autorin eine lebensbejahende Geschichte geschrieben hat. Selten habe ich eine so klare und kraftvolle Prosa bei einer jungen Autorin gelesen. Kein Wort ist zu viel und trotzdem sind die Sätze, jedes Wort, so gehaltvoll wie eine Praline, die man auskosten möchte. Die Erzählung, mit den Entscheidungen und Taten der handelnden Personen, berührt mich; die Charaktere sind stark und schwach und rund und für Überraschungen ist die Autorin auch gut.

Das Einzige, was jetzt noch zählt, ist, dass ich mir ganz schnell noch das zweite Buch auf Deutsch herunterlade und dann die restlichen Titel auf Französisch, die noch nicht übersetzt sind. Ich will nicht warten, bis sie verlegt worden sind, und meinem Französisch kann dieser Lesegenuss nur guttun.

Agnès Ledig: Das Einzige, was jetzt noch zählt. DTV Premium 2016. 14,60

 

Unter dem Namen Lektorat Der rote Faden biete ich Ihnen einen Korrektorats- und Lektoratsservice an. Senden Sie mir 2 Seiten Ihres Textes, damit ich Ihnen ein individuelles Angebot machen kann. Am besten an lektoratderrotefaden@gemail.com. Gerne unterstütze ich Sie auch bei der Texterstellung.

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